Die Grundregel: Das aktuelle Power-Pages-Modell zählt eindeutige aktive Nutzer pro Website und Kalendermonat, getrennt nach authentifiziertem und anonymem Zugriff. Eine anonyme Einheit entspricht nicht zuverlässig einer Person. Legen Sie Modell, Website, Zeitraum und Messgröße fest, bevor Sie Zahlen vergleichen. Dokumentation und Bedingungen wurden am 12. Oktober 2026 geprüft.

Zuerst die Messgröße identifizieren

Eine öffentliche Power-Pages-Frage vermischt anonyme Lizenzen, Authentifizierung und Sitzungsdauer. Eine weitere Diskussion zur anonymen Zählung behandelt Browser. „Gezählt wird ein Cookie“ ist hilfreich, erklärt aber die Abweichung zwischen Dashboard und gekaufter Kapazität noch nicht.

Microsofts Dokumentation zur Traffic-Analyse trennt Besuche vom Lizenzverbrauch. Ein MAU-Diagramm kann ein rollierendes 30-Tage-Fenster statt eines Kalendermonats zeigen. Besucher mit geeigneten Power-Apps-Rechten können außerdem in der Analyse erscheinen, ohne Lizenzkapazität zu verbrauchen.

Notieren Sie Site ID, Environment ID, genaue Datumsgrenzen und Namen der Messgröße. „Juli“, „letzte 30 Tage“ und „laufender Monat“ können drei verschiedene Auswahlen sein. Eine Zahl namens Users ohne diese Angaben eignet sich nicht als Bestellmenge.

Die Power-Platform-Lizenz-FAQ identifiziert authentifizierte Nutzer anhand ihres Dataverse-Contact-Datensatzes. Wiederholte Anmeldungen desselben Contacts auf derselben Website im Monat erzeugen keine weiteren monatlichen Nutzer. Anonymen Zugriff unterscheidet ein Cookie: Ein anderer Browser, ein anderes Gerät oder gelöschte Cookies können eine weitere Einheit erzeugen.

„500 Partner nutzen das Portal“ genügt daher nicht zur Schätzung anonymer Kapazität. Eine Person kann vom Arbeitslaptop, privaten Smartphone und einem zweiten Browserprofil zugreifen. Viele Wiederholungsbesuche im gleichen Browser müssen den Monatswert dagegen nicht erhöhen.

Testwege und die gemessene Identität
Testweg auf einer WebsiteWas prüfen?Erwartung unter diesen Bedingungen
Derselbe Contact meldet sich im Monat wiederholt anZuordnung zum selben ContactEin authentifizierter Monatsnutzer
Anonymer Besucher kehrt mit demselben Browser-Cookie zurückKennung bleibt erhaltenEine anonyme Einheit
Anonymer Besucher verwendet einen zweiten BrowserNeue anonyme KennungWeitere Einheit, sofern keine Ausnahme greift
Anonymer Besuch und anschließende Anmeldung am selben UTC-TagZeitpunkt und gleicher NutzerwegDokumentierte Ausnahme: als authentifiziert gezählt
Nur die Anmeldeseite wird besuchtKeine weitere anonyme SeiteDie Anmeldeseite allein verbraucht keine anonyme Kapazität

Die Anmeldeausnahme bedeutet nicht, dass eine spätere Anmeldung alle anonymen Besuche des Monats rückwirkend entfernt. Dokumentiert ist derselbe UTC-Tag. Nehmen Sie Mitternachtswechsel und verschiedene Browser in den Pilot auf und prüfen Sie das tatsächliche Verbrauchsergebnis.

Anmeldung und Datenberechtigungen getrennt prüfen

Für ein Partnerportal sollten Sie sich nicht auf JavaScript verlassen, das erst nach dem Laden einer Seite zur Anmeldung umleitet. Prüfen Sie Seiten- und Tabellenrechte. Das Sicherheitsmodell von Power Pages verbindet Web Roles mit Page Permissions und Table Permissions. Identitätskonfiguration und Datenzugriff brauchen eigene Tests.

Öffnen Sie das Portal ohne Anmeldung in einem frischen Browser. Ein Anmeldebutton genügt nicht. Testen Sie direkte URLs des geschützten Formulars, der Liste und der Detailseite. Beschreiben Sie das Ergebnis konkret: „Unangemeldete Besucher erhalten keine Vertragsliste“, statt „Authentifizierung ist eingeschaltet“.

Führen Sie Anmeldung nicht allein wegen einer anderen Messgröße ein. Ausschlaggebend sind Websitezweck und Daten. Eine öffentliche Marketingseite und ein Kundenportal mit personenbezogenen Angaben benötigen unterschiedliche Zugriffsmodelle.

Kumulative Werte nicht aufsummieren

Laptop, Tablet und Smartphone neben einem Arbeitsbuch

Die Kapazitätsverwaltung enthält eine kumulative Tagesansicht. Jeder Punkt schließt bereits gezählte Nutzer früherer Tage ein. Eine Summe dieser Punkte zählt dieselben Einheiten mehrfach. Außerdem können Daten bis zu 24 Stunden verzögert erscheinen.

Hypothetisches Beispiel: Das Lizenzdiagramm zeigt am ersten Tag 100, am zweiten 130 und am dritten 150. Der Verbrauch bis Tag drei beträgt 150, nicht 380. Ein passender inkrementeller Export könnte 100, 30 und 20 neue Einheiten enthalten. Diese Summe ergibt 150. Vor SUM muss feststehen, ob eine Zeile Bestand oder Zuwachs beschreibt.

Die Exportdokumentation beschreibt Billed Quantity als am betreffenden Tag neu gezählte Zugriffe für den laufenden Monat. Bei passenden Filtern ergibt ihre Summe den Monatsverbrauch. Ein Export enthält möglicherweise mehrere Websites und Umgebungen; trennen Sie zusätzlich authenticated und anonymous in Meter Subcategory.

Abgleich von Analyse und Lizenzkapazität
DatenquelleRichtige VerwendungTypischer Fehler
Lizenzdiagramm für den laufenden MonatLetzten kumulativen Wert im passenden Umfang lesenAlle Tagespunkte addieren
Export mit Billed QuantityWebsite, Monat und Meter filtern; Zuwächse addierenAndere Websites oder Legacy-Meter einbeziehen
Traffic Analytics MAUZeitfenster und Zweck der Analyse prüfenRollierende Besuche als Lizenzverbrauch ansehen
Gekaufte KapazitätZuweisung an die Umgebung kontrollierenTenantbestand mit zugewiesener Kapazität verwechseln

Ein Export der vorangegangenen dreißig Tage ist nicht automatisch ein voller Kalendermonat. Kontrollieren Sie erstes und letztes Datum und beschaffen Sie bei Bedarf einen weiteren Export. Fehlende Tage müssen geklärt sein, bevor Sie Berichte miteinander abgleichen.

PAYG ist kein automatischer Aufschlag zum Paket

Laut Microsofts PAYG-FAQ wird zugewiesene vorab gekaufte Power-Pages-Kapazität ignoriert und nicht verbraucht, sobald die Umgebung Pay-as-you-go nutzt. Gehen Sie nicht von „erst das Paket, dann nur den Überschuss abrechnen“ aus. Der Billing Plan kann das gesamte Abrechnungsmodell ändern.

Erfassen Sie vor dem Einschalten die betroffene Umgebung und ihre Websites. Prüfen Sie, ob frei werdende Kapazität anderswo zugewiesen werden kann. Vergleichen Sie Vorabkauf und PAYG anhand derselben Monatsnutzer, nicht anhand sämtlicher Registrierungen einerseits und Besuchen eines anderen Websitebereichs andererseits. Übertragen Sie Website-Meter nicht pauschal auf Power Apps per App: App und Website sind verschiedene Lizenzeinheiten.

Bei den Power-Pages-PAYG-Metern zählt ein aktiver Nutzer mehrerer Websites je Website. Microsoft nennt Ausnahmen, etwa bestimmte Authentifizierungsseiten, statische Ressourcen und erkannte Bots. Für Verfügbarkeitsprüfungen empfiehlt Microsoft /_services/about; ein Monitor mit Browser-User-Agent auf einer normalen Seite kann Verbrauch erzeugen. Kontrollieren Sie die tatsächliche Anfrage Ihres Monitors.

Messung in eine Bestellung übersetzen

Hypothetisches Beispiel, keine Preisliste: Nach allen Ausnahmen hat eine Website im abgeschlossenen Monat 160 authentifizierte und 780 anonyme Kapazitätseinheiten. Wählen Sie vorab gekaufte Pakete mit 100 authentifizierten beziehungsweise 500 anonymen Nutzern gemäß den Produktplänen, ergeben sich für dieses isolierte Beispiel jeweils zwei Pakete. Es sind nicht 940 gleiche Lizenzen. Prüfen Sie bereits vorhandene und verfügbare Kapazität vor der Bestellung.

Liegen lediglich 780 reale Besucher aus einem anderen Analysetool vor, rechnen Sie noch nicht mit Paketen. Benötigt werden Power-Pages-Kapazitätseinheiten. Bei saisonalem Betrieb zählen Monatsverlauf und erwartete Spitzen; ein ruhiger Monat repräsentiert keinen Kampagnenstart.

Abgleich zum Monatsabschluss

  1. Umfang festlegen. Site ID, Environment ID, aktuelles oder Legacy-Modell und ein Kalendermonat.
  2. Meter trennen. Authentifizierte und anonyme Einheiten getrennt halten; Bestand oder Zuwachs im Bericht bestimmen.
  3. Identitäten bestätigen. Contact für angemeldete Nutzer, Cookie für anonyme Besucher; zusätzliche Geräte und UTC-Tageswechsel testen.
  4. Ausnahmen prüfen. Geeignete Lizenzen, Anmeldeseiten, Monitoring und Authentifizierungsweg. Keine geschätzten Abzüge ohne Beleg.
  5. Dasselbe Zeitfenster vergleichen. Datenverzögerung berücksichtigen; Export, Filter und Erklärung der Analysedifferenz aufbewahren.
  6. Dann Kapazität auswählen. Pakete, Zuweisung und PAYG auf denselben Betrieb beziehen.

Häufig gestellte Fragen

Erzeugt jede Anmeldung einen weiteren Lizenznutzer?

Im aktuellen Monatsmodell nicht, wenn sie demselben Contact auf derselben Website im betreffenden Monat zugeordnet ist. Legacy-Portal-Logins verwenden andere Meter.

Ist ein anonymer Nutzer eine reale Person?

Nicht zuverlässig. Gemessen wird eine Browserkennung. Weitere Geräte oder gelöschte Cookies können die Zahl erhöhen.

Ist OTP-Zugriff anonym?

Entscheidend sind die tatsächliche Anmeldung über einen Identity Provider und die Contact-Zuordnung, nicht die Länge des Codes. Prüfen Sie Identitätsweg und Messung in Ihrer Konfiguration.

Warum weicht MAU vom Lizenzverbrauch ab?

Mögliche Ursachen sind andere Zeitfenster, Besucheranalyse statt Lizenzmeter oder bestehende passende Nutzungsrechte. Ordnen Sie die Differenz zuerst Website, Zeitraum und Nutzertyp zu.

Dürfen wir das Tagesdiagramm der Kapazität addieren?

Nicht, wenn es kumulativ ist. Addieren Sie nur tatsächliche Zuwächse, etwa korrekt gefilterte Billed-Quantity-Zeilen im Export.